Bei manchen komplizieren Varianten bringt erst eine genaue Partienanalyse Licht ins Dunkel. Während der Partie gilt es, Übersicht zu beweisen.

PARTIENANALYSE

Partienanalyse
Beispiel

Weiß am Zug
Schachdiagramm








Schwarz hat vier Mehrbauern, aber Probleme mit seinen passiven Türmen. Der Th8 kann überhaupt nicht so leicht ins Spiel gebracht werden.

Soll Weiß 1.Txf7 spielen?

Button Schachdiagramm Lösung

Verlockender Einschlag

Nein. 1.Txf7 führt nur zu remis. 1.Td4 hingegen gewinnt.

Wegen der Drohung De7+ muss die schwarze Dame den Punkt e7 gedeckt halten und hat kaum Felder auf der Diagonale.

Nach 1. ... Dc5 2.Td8+ Txd8 3.Dxc5 gewinnt Weiß.

1.Txf7+ könnte ein Auf-den-ersten-Blick-Einfall sein. Der Einschlag ist sehr rechenaufwendig und ergibt bei bester Verteidigung nur remis durch Dauerschach.

Bevor man mit diesem Zug zu rechnen beginnt, macht es Sinn, sich einen groben Überblick über die überhaupt in Frage kommenden Züge zu verschaffen.

Rechnet man den Auf-den-ersten-Blick-Einfall sofort genau durch und findet heraus, dass der Zug nicht geht, hat man viel Zeit und Kraft verschwendet, wenn es eine leicht zu findende bessere Möglichkeit gibt.

Die Varianten nach 1.Txf7 sind so kompliziert, dass man auch zur Einschätzung kommen könnte, dass Weiß gewinnt. Die Wahrheit kommt erst durch eine genaue Partieanalyse zum Vorschein.