Warum sorgfältige Partienanalysen so wichtig sind, Computerbewertungen oft nicht ausreichen und worauf man beim Analysieren achten sollte.

PARTIENANALYSE

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Aus Fehlern lernen. So schwer es auch fällt: Partieformulare sollten nicht unbearbeitet im Papierkorb landen.
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Jeden Fehler nur einmal machen

Die sorgfältige Analyse der eigenen Partien ist ein äußerst wichtiger Teil des Schachtrainings insgesamt.

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Um zu vermeiden, dass sich gleiche oder ähnliche Fehler ständig wiederholen, ist die analytische Arbeit an den eigenen Partien unerlässlich. Dabei gilt es herauszufinden, an welchen Stellen man hätte besser spielen können.

Was soll man analysieren?

Zu einer sorgfältigen Analyse gehören die konkreten taktischen und strategischen Möglichkeiten, die sich innerhalb der Partie ergeben haben oder ergeben hätten können.

Es gilt zu vergleichen zwischen den objektiven Gegebenheiten auf dem Brett und dem, was man während der Partie gesehen und gerechnet hat.

Sinnvoll kann auch die Betrachtung der Partie aus mentalem und sportlichem Blickwinkel sein. Beispielsweise ob man während des Spiels viel Stress hatte oder zu Partiebeginn schon übermüdet war.

Auffinden partieentscheidender Momente

Eine der wichtigsten partieanalytischen Punkte ist das Erkennen jener entscheidenden Situationen, die konkret zum Partieergebnis geführt haben, also warum man eigentlich gewonnen, verloren oder remisiert hat.

Natürlich kann es sein, dass während der Partie Gewinn-, Verlust- und Remisszenarien einander abwechseln.

Wie genau soll man analysieren?

Das hängt von mehreren Parametern ab, wie etwa dem Trainingsziel oder der Spielstärke und kann sogar von Partie zu Partie verschieden sein.

Für Partieanalysen unverzichtbar: eine möglichst saubere Mitschrift.

Grundsätzlich gilt, je besser man spielt, desto strenger sollte man sein. War jeder Zug ein Fehler, ist man zu genau, war alles richtig, zu locker.

Hat man wenig Zeit, macht es Sinn, sich nur mit den wichtigsten Momenten zu beschäftigen.

Reichen da nicht einfach Computeranalysen?

Analysen mit Schachprogrammen am PC sind hilfreich und bieten eine gute Grundlage für die Beurteilung einer Partie.

Die nüchterne mathematische Bewertung beschreibt den Spielverlauf in der Regel aber nur ungenau und ohne Erklärung. Zudem liefern verschiedene Engines oft auch verschiedene Beurteilungen, die zum Teil erheblich voneinander abweichen können.

Trainingsthema Abzugschach
Taktische Motivtheorie

Abzugschach ist eine gefährliche Waffe, weil damit oft Doppeldrohungen einhergehen.

  • Weiß am Zug
    Schachdiagramm für Schachtraining mit den Trainingsthemen Partienanalyse und Taktik.
    Beispiel 1

    Der Anziehende hat einen Turm weniger aber eine ganze Reihe taktischer Möglichkeiten.

    Wie soll Weiß fortsetzen?

  • Lösung
    Schachdiagramm für Schachtraining mit den Trainingsthemen Partienanalyse und Taktik.








    Mit 1.Dxb5 und ausgeglichener Stellung.

    Das naheliegende 1.Dxd8+ Txd8 2.e7+ verliert nach 2. ... Td5 3.Lxd5 Kh8.

Trainingsthema Bauernendspiel
Strategische Motivtheorie

Sich einen Freibauern zu verschaffen ist eines der wichtigsten Ziele im Endspiel.

  • Weiß am Zug
    Schachdiagramm für Schachtraining mit den Trainingsthemen Partienanalyse und Endspiel.
    Beispiel 2

    Schwarz hat nicht nur einen aktiveren König und einen entfernten Freibauern sondern sogar noch einen Mehrbauern.

    Ist die Lage hoffnungslos für Weiß?

  • Lösung
    Schachdiagramm für Schachtraining mit den Trainingsthemen Partienanalyse und Endspiel.








    Nein. 1.a5 und Weiß gewinnt sogar.

    Nach 1. ... Ke5 2.b5 Kxd5 3.bxa6 Kc6 4.Kg4 d5 5.Kxg5 d4 6.Kf4 d3 7.Ke3 geht der d-Bauer verloren und Schwarz gerät in Zugzwang.

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