Das harmonische Zusammenspiel von Figuren. Besser spielen lernen durch das Studium strategischer Motivtheorie und positioneller Bilder.

SCHACH SPIELEN LERNEN

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Trainingsthema strategische Motivtheorie

Das folgende Diagramm ist ein Musterbeispiel für strategische Motivtheorie. Das Studium solcher Stellungen erleichtert die Stellungsbeurteilung und Planfindung in der Praxis enorm.

  • Weiß am Zug
    Schachdiagramm für Schach spielen lernen mit dem Trainingsthema Qualitätsopfer.
    Beispiel 1

    Weiß übt Druck auf die schwachen Bauern d4 und c7 aus. Aber auch im eigenen Lager gibt es die Felderschwäche auf c3, die Schwarz später einmal für seinen Springer nutzen könnte.

    Wie soll Weiß den Angriff auf seinen Turm beantworten?

  • Lösung
    Schachdiagramm für Schach spielen lernen mit dem Trainingsthema Qualitätsopfer.








    Mit dem positionellen Qualitätsopfer 1.Sxd4.

    Nach 1. ... Lxc6 2.Sxc6 hat Weiß angesichts des starken Springers auf c6, des hängenden Bauern auf a7 und der taktischen Drohung Sd2 gute Gewinnchancen. 1.Tc2 c5 ergibt keinen Vorteil.

Trainingsthema positionelle Bilder

Besonders einprägsame Situationen mit überwiegend positionellem Charakter, in denen ein bestimmtes strategisches Motiv verwirklicht wird, nennt man "Positionelles Bild".

  • Weiß am Zug
    Schachdiagramm für Schach spielen lernen mit dem Trainingsthema Blockade.
    Beispiel 2

    Weiß hat die besseren weil etwas aktiveren Leichtfiguren, Schwarz etwas mehr Raum im Zentrum.

    Beide Seiten wären grundsätzlich in der Lage am Damenflügel die Stellung zu öffnen.

    Was soll Weiß spielen?

  • Lösung
    Schachdiagramm für Schach spielen lernen mit dem Trainingsthema Blockade.








    1.a5. Der Bauernzug verhindert, dass die aktivste weiße Leichtfigur, der Sc4, vertrieben wird.

    Weiß kann den König nach e2 bringen und hat die Möglichkeit die Stellung sowohl am Damenflügel als auch am Königsflügel zu öffnen.

Schach spielen lernen durch strategisches Denken

Im ersten Beispiel deckt der Springer den Bauern und der Bauer schützt durch sein mögliches En-passant-Schlagen den Springer. Das harmonische Zusammenwirken dieser beiden Figuren ist eines von vielen typischen positionellen Bildern.

Im zweiten Beispiel stellt sich die Frage nach der Kompensation für die Qualität. Voraussetzung ist die Kenntnis dieses strategischen Motivs, sodass der Turm nicht automatisch weggezogen wird, wenn ihn eine Leichtfigur angreift.

Die grobe Regel: "Ein Bauer für die Qualität ist ein bisschen zu wenig, zwei Bauern sind ein bisschen zu viel." trifft es hier ganz gut. Mit Springer und nur einem Bauern gegen den Turm braucht Weiß zusätzliche Kompensation. Das ist auch vollkommen zutreffend in diesem Fall. Der starke Sc6, die taktische Drohung Sd2 und der hängende Bauer auf a7 verbürgen mehr als ausreichendes Gegenspiel.

brestian@schachtraining.at
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