Ziel des Strategietrainings ist es, eigene strategische Vorteile, aber auch allenfalls drohende Nachteile, möglichst früh zu erkennen.

STRATEGIETRAINING

Strategietraining
Beispiel

Weiß am Zug
Schachdiagramm








Der Mehrbauer scheint nicht besonders ins Gewicht zu fallen, der weiße König ist allerdings auffällig aktiv.

Welches strategische Motiv macht dieses Endspiel für Schwarz aussichtslos?

Button Schachdiagramm Lösung

Unbeweglichkeit gegnerischer Figuren erkennen

Der Bauernvorstoß 1.g5.

Im Fall von 1. ... Lxg5 gewinnt Weiß nach 2.Kxg7 leicht, sodass nur 1. ... fxg5 bleibt.

Nach 2.Lg4 verbleibt Weiß praktisch mit einer Mehrfigur. Er gewinnt den Bauern auf c6, indem er den gegnerischen König durch Zugzwang mit seinem König abdrängt.

Die Verwertung eines materiellen Vorteils im Endspiel ist bei ungleichfarbigen Läufern schwieriger. Ist der Mehrbauer auf der Farbe des eigenen Läufers blockiert, kann der Läufer allenfalls durch Zugzwang dazu beitragen, diese Blockade zu brechen.

Selbst zwei verbundene Mehrbauern sind manchmal ein zum Gewinn nicht ausreichendes Übergewicht. Wichtig ist deshalb zu vermeiden, dass eine dauerhafte Blockade entsteht.

Sind noch mehrere Figuren auf dem Brett, kann die Blockade in der Regel leichter gebrochen werden, darum Vorsicht beim Abtausch.

Durch bestimmte strategische Motive kann die Wirkung des eigenen Läufers erhöht, die des gegnerischen eingeschränkt werden.

Gezieltes Strategietraining ermöglicht das frühzeitige Erkennen solcher Situationen. In unserem Fall hätte Schwarz die Abwicklung in dieses Endspiel vermeiden sollen.