Schach spielen zu lernen ist weit weniger schwierig als vielfach angenommen wird. Welche Hürden es gibt und wie man sie am besten meistert.

SCHACH LERNEN

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In zehn Mordfällen gibt es nicht so viele Geheimnisse wie in einer Partie Schach."
(Arthur Conan Doyle)
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Schach zu erlernen ist einfacher als es aussieht

Details zu Schach lernen im Sinne von Schachtraining und über individuell konzipiertes Online-Training in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein unter Schachtraining.

Wer noch nie in seinem Leben Schach gespielt hat und zuallererst die Regeln lernt, wird feststellen, dass diese gar nicht so kompliziert sind wie oft gesagt wird.

Hat man sich einmal mit Schachbrett und Notation sowie Gangart und Wert der Figuren vertraut gemacht, kennt matt und patt, steht der ersten Partie nichts mehr im Wege.

Mit ein bisschen Zeit und Geduld stellen sich rasch Fortschritte ein.

Schach als Hobby und Freizeitvergnügen

Hat man die Schachregeln nun erlernt, spielt man wohl gelegentlich die eine oder andere Partie. Manche lösen auch Schachrätsel in der Zeitung oder kaufen sich Schachbücher. Ganz Verwegene spielen sogar im Internet oder belegen Schachkurse.

So weit so gut. Man gehört zur größten Gruppe innerhalb der Schachcommunity.

Weiter lernen und Wissen vertiefen: Die Suche nach einem Schachverein

Wer Schach so spannend findet, dass er noch weiter lernen und sein Wissen vertiefen möchte, sucht sich einen Verein. Dort werden Schachseminare abgehalten oder es gibt sogar Simultanvorstellungen.

Im Idealfall findet man einen Verein, in dem man sich wohl fühlt. Das gelingt leichter, wenn man sich vor dem endgültigen Beitritt mehrere Klubs angesehen hat.

Nun stehen möglicherweise Meisterschaftspartien ins Haus, auch mit den dazugehörigen Partienanalysen. Schach wird allmählich zum Sport.

Das ist die schwierigste Hürde. Plötzlich hat man es mit Leuten zu tun, die schon jahrelang lernen, spielen und trainieren oder vielleicht schon in ihrer Schulzeit einen Schachlehrer hatten. Diesen Vorsprung aufzuholen geht nicht über Nacht und erfordert einiges an Stehvermögen.

Einzelturniere

Open-Turniere gibt es zahlreich und weltweit. Weil solche Veranstaltungen nicht selten an attraktiven Plätzen stattfinden, verbinden viele Spieler und Spielerinnen auch gerne ihren Urlaub damit.

Openturniere in aller Welt: Schach mit Urlaub und Kultur verbinden.

Die eine oder andere Schachschule bietet hier Packages an oder zusätzliche Möglichkeiten Schach noch besser zu erlernen.

Schach als Sport: die Jagd nach Elo-Punkten

Wer regelmäßig Meisterschaft oder Turniere spielt, bekommt ähnlich wie in vielen anderen Sportarten eine Wertungszahl. In Österreich ist es die sogenannte "Elo-Zahl".

Sie erlaubt den direkten Vergleich der Spieler und Spielerinnen untereinander, ist laufend aktuell einsehbar und wird jeweils zu Quartalsbeginn vom Österreichischen Schachbund offiziell publiziert.

Werden Partien auch international gewertet, bekommt man eine "FIDE-Ratingzahl". Sie erscheint sogar noch häufiger, jeweils am Ersten des Monats.

Es ist jedenfalls nie zu spät Schach zu lernen bzw. mit dem Schachspielen zu beginnen.

Schach lernen ist eine sehr anspruchsvolle Tätigkeit für das Gehirn.

Durch Vorausdenken und Merken von Stellungen werden verschiedene Hirnareale trainiert. Dieses Fachwissen schützt das Gehirn vor Abbauerscheinungen. Das hilft im täglichen Leben und kann sogar das Auftreten von Demenz hinauszögern.

Es ist aber auch nie zu spät zu Schach zurückzukehren. Wenn jemand etwa in Schule Schachunterricht hatte, aber vielleicht aus Zeitmangel danach nicht weiterspielen konnte.

Das Wichtigste: Schach lernen sollte vergnüglich sein

Man braucht für Schach zwar Ausdauer, Schach ist aber keine Ausdauersportart.

Langfristig erfolgreicher ist nicht, wer bis zur völligen Erschöpfung lernt, sondern wer sich Vergnügen am Training und Interesse an Neuem bewahrt.

Trainingsthema Figuren
Der Springer

Der Springer hat die vielleicht am schwierigsten zu erlernende Gangart. Zugleich ist er sehr davon abhängig, ob er im Zentrum oder am Rand steht.

  • Weiß am Zug
    Schachdiagramm für Schach lernen mit dem Trainingsthema Springer.
    Beispiel 1

    Schach erlernen durch einen Zugewinn an Verständnis.

    Ein Springer, der auf einem weißen Feld steht, kann immer nur schwarze Felder bedrohen und umgekehrt.

    Das Diagramm zeigt zwei Springer und die durch sie bedrohten Felder.

    Wie sehr schränkt der Brettrand den Springer ein und was folgt daraus?

  • Lösung
    Schachdiagramm für Schach lernen mit dem Trainingsthema Springer.








    Von allen Figuren wird der Springer durch den Brettrand am meisten eingeschränkt.

    Je nachdem wo er steht, bedroht er zwischen zwei und acht Felder.

    Es braucht also gute Gründe, um den Springer an den Rand zu ziehen. Die können positioneller oder taktischer Natur sein, etwa um einem hinter dem Springer stehenden Bauern den Vorstoß zu ermöglichen oder um schwache Felder zu bedrohen.

Trainingsthema Matt in einem Zug
Taktische Motivtheorie

Mattmotive sind ein wichtiger Baustein bei der Angriffsführung.

Beim Zerfällen längerer taktischer Kombinationen können auch Matt-in-1-Motive eine wichtige Rolle spielen.

  • Weiß/Schwarz am Zug
    Schachdiagramm für Schach lernen mit dem Trainingsthema matt setzen.
    Beispiele 2 bis 5

    Vier Stellungen mit jeweils Matt in einem einzigen Zug. In der oberen Hälfte ist Weiß am Zug, in der unteren Hälfte Schwarz.

    Wie kann die am Zug befindliche Seite matt setzen?

  • Lösung
    Schachdiagramm für Schach lernen mit dem Trainingsthema matt setzen.








    Links oben: 1.Sc7 matt.
    Rechts oben: 1.Lf6 matt.

    Links unten: 1. ... Db2 matt.
    Rechts unten: 1. ... Th1 matt.

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