Individuell konzipiertes Online-Schachtraining für Spieler und Spielerinnen jeden Alters und aller Spielstärken mit dem ehemaligen österreichischen Bundestrainer Egon Brestian.

SCHACHTRAINING BRESTIAN

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Olympiade in Elista (1998): Auf Brett 1 gegen den russischen Großmeister Sergei Rublevsky
Sportliche Erfolge
Blitzpartie gegen Anatoly Karpov anlässlich einer Exhibition in Wien (1993)
Als Sekundant von Eva Moser bei der Frauenweltmeisterschaft in Naltschik (2008)
Trainer Biographie
Als Bundestrainer bei der Olympiade in Dresden (2008): Die Frauen mit dem besten Ergebnis seit zwanzig Jahren
Moderation einer Benefizgala mit Garry Kasparov im Großen Festsaal des Wiener Rathauses (1995)
Public
Events
Simultanspiel bei den Eurovisionsspielen der europäischen Fernsehanstalten in Schladming (1996)
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Erfolgreich trainieren
Das Wichtigste in aller Kürze

Im Internet blitzen, in Schachzeitungen blättern oder Live-Übertragungen von Partien verfolgen kann sehr vergnüglich sein, die Erwartung dadurch auch spielerisch stärker zu werden, erfüllt sich aber leider häufig nicht oder nicht im erhofften Ausmaß. Der Grund dafür: sich mit Schach beschäftigen und Schach trainieren sind zwei verschiedene Dinge.

Für eine nachhaltige Steigerung der Spielstärke ist qualifiziertes Training von großem Vorteil. Das bedeutet, einen konkreten Trainingsinhalt nach dem Training besser zu verstehen als vorher.

Um dieses Ziel zu erreichen bietet individuell konzipiertes Training die optimalen Voraussetzungen, denn es ermöglicht auf besondere Begabungen, spezifische Denkmuster und persönliche Vorlieben ganz gezielt einzugehen und durch Analyse der eigenen Stärken und Schwächen maßgeschneidert zu trainieren.

Dabei hat sich Online-Training als die mit Abstand wirkungsvollste Trainingsform erwiesen. Dank moderner Technik spielen Entfernungen keine Rolle mehr. Schach online zu trainieren ist mittlerweile völlig unkompliziert und hat eine ganze Reihe von Vorteilen gegenüber klassischem Vor-Ort-Schachtraining.

Die Trainingsintensität ist - abhängig von den eigenen Zielen - frei wählbar, egal ob man nun vorhat in sportlichem Sinn zu trainieren, schon wettkampfmäßig spielt oder Schach einfach nur besser verstehen möchte.

Selbststudium bildet die Grundlage um spielstärkemäßig zuzulegen, meine langjährige Erfahrung kann aber hilfreich sein, wenn es gelingen soll das Training in die richtigen Bahnen zu lenken. Schon eine einzige Trainingsstunde im Monat kann einiges bewirken.

Wenn Sie Ihr Spiel verbessern möchten und herausfinden wollen, ob eine Zusammenarbeit mit mir Ihnen dabei helfen könnte, einfach ein paar Zeilen an brestian@schachtraining.at.

Ich freue mich auf Ihre Fragen.

Online Training
Trainieren von überall zu jeder Zeit, bequem und effizient. Trainingsbeispiele und Partieanalysen der eigenen Partien sind in Echtzeit verfügbar.

Nun ein kleiner Überblick welche Möglichkeiten es gibt und worauf es ankommt.

Optimales Training

Was in anderen Sportarten ganz selbstverständlich ist, wird im Schach oft vernachlässigt: die Verbesserung der eigenen Leistungsfähigkeit durch systematisches Training.

Ziel dabei ist, Stellungsprobleme in allen Partiephasen zu verstehen und lösen zu können. Eine erfolgreiche Verwirklichung dieses Ziels ist eng verknüpft mit der methodischen Arbeit in den Bereichen Taktik, Strategie, Eröffnung und Endspiel.

Aufbauend auf der Analyse des eigenen Spielstils gilt es ein individuelles und qualitativ hochwertiges Trainingsprogramm zu erstellen.

Schach trainieren
Abwechslungsreichtum ist ein Marken­zeichen für qualitativ hochwertiges Training. Aus der Lernforschung wissen wir: Nichts ist für das Gehirn schlimmer als Langeweile.

Nur wer sich die Freude am Trainieren und die Neugier an Neuem bewahrt, wird langfristig erfolgreich sein. Abwechslungsreiches Training ist eine große Hilfe dabei, denn spannende Dinge merkt man sich leichter.

Motivtheorie und Rechenfertigkeit

Mit jedem Zug verändert sich die Stellung. Manche Stellungsprobleme lösen sich dadurch auf, andere bleiben, neue kommen hinzu.

Eine der großen Herausforderungen beim Schach ist das ständige Meistern dieser rasch wechselnden und für einen selbst meist neuen Situationen. Damit das in den eigenen Partien bestmöglich gelingt, sind zwei Themen von zentraler Bedeutung.

Taktik­training
Im Taktikbereich kann jeder Fehltritt sofort zu Partieverlust führen, besonders wenn die Aussichten beim Rechnen mit zunehmender Variantentiefe immer nebelhafter werden.

Zum einen die Kenntnis möglichst vieler taktischer und strategischer Motive und zum anderen die Fähigkeit der korrekten Vorausberechnung der sich durch diese Motive ergebenden Varianten.

Taktik und Strategie trainieren

Anders als positionelle Ungenauigkeiten können taktische Fehler den sofortigen Partieverlust nach sich ziehen, denn auch das beste Spielverständnis hilft nichts, wenn man auf einen Trick hereinfällt oder etwas übersieht.

Strategie­training
Wann ist der "isolierte Bauer" ein Vorteil, wann ein Nachteil? Strategische Motivtheorie kann man ebenso erlernen wie taktische.

Strategisches Spiel betrifft die mittel- und langfristige Planung und ist die Grundlage jeder Schachpartie. Ausgangspunkt für die Entwicklung strategischer Pläne ist die richtige Stellungsbeurteilung. Strategische Motive zu erlernen hilft bei der richtigen Planfindung.

Eröffnungstraining

Die Eröffnung beginnt mit dem ersten Zug und endet nach der Entwicklung der Figuren. Im Idealfall können diese einleitenden Züge der Partie eine gewisse Richtung geben und ermöglichen dadurch eigene Vorlieben und Stärken auszuspielen.

Um auch wirklich chancenreich in die Partie zu starten, gilt es nicht nur herauszufinden, welche Eröffnungen zu einem passen, sondern sich auch mit den daraus ergebenden Stellungsbildern vertraut zu machen. Wichtig ist außerdem zu lernen, wie man sich im Variantendschungel gut zurecht finden kann.

Eröffnungs­training
Welche Eröffnungen und Stellungsbilder sind für mich optimal? Viel versprechende Ergebnisse finden durch methodisches Vorgehen.

Ebenfalls essentiell ist die Balance zwischen konkretem Variantenwissen und Verständnis, abhängig von der jeweiligen Eröffnung. Durch das systematische Studium von Varianten - selbst wenn es nicht viele sind - entsteht eine Sachkenntnis, die es ermöglicht, eröffnungstheoretische Probleme zu erkennen und besser zu lösen.

Endspieltraining

Wenn nur mehr wenige Figuren am Brett sind, beginnt das Endspiel. Es unterscheidet sich grundsätzlich von den beiden vorhergehenden Partieabschnitten Eröffnung und Mittelspiel. Matt ist kaum mehr möglich, andere Ziele, wie etwa die Schaffung und Verwertung eines Freibauern rücken in den Vordergrund.

Am Beginn und in der Mitte einer Partie gibt es nicht selten mehrere gleichwertige Fortsetzungen. Im Endspiel hingegen liegen Sieg, Remis und Niederlage oft knapper beisammen und deshalb erfordert das Spiel in der Regel größere Genauigkeit.

Endspiel­training
Welche Stellungen und Verfahren sollte man kennen? Wertvolle Trainingseinheiten gestalten ohne sich im Variantenlabyrinth zu verirren.

Gute Endspielkenntnisse können vielfach auch bei der Wahl des richtigen Plans schon in der Eröffnung und im Mittelspiel helfen. Kann man Stellungen und Verfahren, an denen man sich orientieren kann, fällt auch die Vorteilsverwertung und die Abwicklung ins Endspiel leichter.

Zudem steigt in der Praxis bei längerer Partiedauer die Fehleranfälligkeit, weshalb selbst gleich- oder sogar schlechter stehende Endspiele noch viele Chancen bieten.

Zeitnottraining

Zeitnot im Schach ist ein erheblicher Nachteil, der gar nicht ernst genug genommen werden kann.

Wiewohl man natürlich auch das Spielen in Zeitnot trainieren kann, ist der Begriff Zeitnottraining eigentlich nicht ganz zutreffend, denn in erster Linie sollte es darum gehen nicht in Zeitnot zu kommen, deshalb sollte es eigentlich Zeitnot­vermeidungs­training heißen.

Zeitnot­training
Die Klappe könnte jeden Augenblick fallen. Für die einen ein Riesenschreck, für die anderen nichts Ungewöhn­liches. Objektiv gesehen ist die Fehleranfälligkeit in Zeitnot jedoch enorm.

Die Gründe können schachlicher oder mentaler Natur sein. Ursachenforschung ist angesagt.

Turniervorbereitung, Partievorbereitung

Die langfristige Vorbereitung auf ein Turnier, beginnend mit dem Formulieren bestimmter Ziele und dem Erkennen von Stärken und Schwächen im schachlichen und mentalen Bereich, fällt unter das jeweilige Thema von Schachtraining ganz allgemein.

Spielt man bei einem Turnier, erfährt man in der Regel einige Stunden oder sogar einen ganzen Tag vorher gegen wen man spielt. Dieses Zeitfenster zwischen Auslosung und Partiebeginn ermöglicht sich gezielt auf sein Gegenüber vorzubereiten.

Turnier­vor­bereitung
Ob es mit der Vorbereitung geklappt hat? Noch ist der Turniersaal leer und man weiß nicht wer welche Fallen stellen wird.

Damit das erfolgreich gelingt, bedarf es zunächst einer großen Datenbank mit einer umfangreichen allgemeinen Partiensammlung. Hat man herausgefunden was auf einen zukommt, gilt es ein Konzept zu finden, wie man darauf reagiert.

Für die Vorbereitung wichtig ist natürlich auch die Frage "Was wissen die anderen über mich?".

No Sports: Schach als Spiel und Kulturgut

Aufgrund seiner Komplexität, der weltweiten Verbreitung und der mehr als tausendjährigen Geschichte ist die sportliche Komponente nur ein Teil des "Königlichen Spiels".

Wer sich für Schach interessiert oder Schach besser verstehen möchte, muss keinesfalls vorhaben Turniere zu spielen oder im sportlichen Sinn zu trainieren. Es gibt sogar viele Gründe das nicht zu tun.

Schach besser verstehen
Ein außergewöhnlicher Anblick und noch berühmter als alle Schachpartien: Die "Mona Lisa" im Louvre in Paris.

Dennoch kann ein besseres Schachverständnis Freude machen oder hilfreich sein. Beispielsweise kennt die Schachgeschichte viele berühmte Meisterwerke, deren ästhetischer Genuss beim Nachspielen ähnlich der Betrachtung eines Kunstwerks ist.

Schach steigert aber auch die Konzentrations- und Wahrnehmungsfähigkeit, zwei Dinge, die im Alltag und im Beruf gleichermaßen wichtig sind.

Schach lernen

Schach zu erlernen ist eine wunderbare Sache und einfacher als es auf den ersten Blick aussieht. Die Regeln sind gar nicht so kompliziert, wie oft gesagt wird und mit ein bisschen Zeit und Geduld stellen sich rasch Fortschritte ein.

Es ist jedenfalls nie zu spät mit dem Schachspielen zu beginnen.

Schach lernen
"In zehn Mordfällen gibt es nicht so viele Geheimnisse wie in einer Partie Schach."
(Arthur Conan Doyle)

Schach ist eine sehr anspruchsvolle Tätigkeit für das Gehirn. Durch Vorausdenken und Merken von Stellungen werden verschiedene Hirnareale trainiert. Dieses Fachwissen schützt das Gehirn vor Abbauerscheinungen. Das hilft im täglichen Leben und kann sogar das Auftreten von Demenz hinauszögern.

Schach und PC

Die Zeit, in der Schachcomputer aufgrund mangelnder Spielstärke belächelt wurden, ist längst vorbei. Durch die Bewertung von Abermillionen von Stellungen pro Sekunde ist die Maschine dem Menschen mittlerweile haushoch überlegen.

Weltweit angelegte Datenbanksammlungen enthalten mehrere Millionen Partien. Dazu kommen wissenschaftliche Forschungsprogramme, die mit wenigen Figuren fehlerlos spielen. Mithilfe sogenannter "Tablebases" sind sie in Bruchteilen von Sekunden in der Lage anzuzeigen, wie viele Züge es bis zum Matt dauert bzw. ob man überhaupt gewinnen kann.

Schach­training mit PC
PCs spielen heute um Lichtjahre besser als der Mensch, mit bis zu sieben Steinen auf dem Brett sogar perfekt.

Für das praktische Training ergibt sich dadurch das Problem, dass die Fülle an Trainingsmaterial und Trainingsmöglichkeiten eine vernünftige Auswahl enorm erschwert.

Taktik als zentrales Element im Schach

Im taktischen Bereich lauert die Gefahr auf Schritt und Tritt. Jeder Zug kann sofort über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Taktik begegnet uns immer und überall, nicht nur bei scharfem Spiel. Sehen wir uns ein Beispiel an:

  • Weiß am Zug
    Schachdiagramm für Schachtraining mit den Trainingsthemen Taktiktraining und Doppelangriff.
    Beispiel 1

    Vieles spricht für remis: Das materielle Gleichgewicht, die ähnliche Aktivität der weißen und schwarzen Figuren, die symmetrische Bauernstruktur und nicht zuletzt die ungleichfarbigen Läufer.

    Ist die Stellung tatsächlich völlig ausgeglichen oder kann Weiß mit einer gezielten Kombination den ganzen Punkt holen?

  • Lösung
    Schachdiagramm für Schachtraining mit den Trainingsthemen Taktiktraining und Doppelangriff.








    Nach 1.a3 oder 1.La5 oder auch einigen anderen Zügen ist die Stellung völlig ausgeglichen.

    Das verführerische 1.Txc6 hingegen scheitert an 1. ... Df6. Wegen der schwachen Grundreihe darf Weiß auf f6 weder mit der Dame noch mit dem Turm schlagen. Nach 2.a3 oder 2.Lf4 gewinnt Schwarz mit 2. ... Dxc6 die Qualität.

Trainingserfahrung kommt ins Spiel

Beispiel 1 war motivtheoretisch sehr anspruchsvoll. Wer 1.Txc6 nicht gesehen hat und deshalb richtig lag, hatte ein bisschen Glück. Hier ein weiteres Beispiel:

  • Weiß am Zug
    Schachdiagramm für Schachtraining mit den Trainingsthemen Taktik trainieren und Zwischenzug.
    Beispiel 2

    Trotz heterogener Rochaden spricht erneut einiges für eine Punkteteilung. Allerdings ermöglicht das Zusammenspiel von Dame und Läufer diesmal einen gefährlichen Angriff auf den nur durch den König gedeckten Punkt a2.

    Wie soll Weiß auf diese Bedrohung am besten reagieren?

  • Lösung
    Schachdiagramm für Schachtraining mit den Trainingsthemen Taktik trainieren und Zwischenzug.








    Mit 1.Sxe6 oder 1.b3 mit vollkommen ausgeglichenem Spiel.

    Nicht zu empfehlen wäre das Turmopfer 1.Th8+ Kxh8 2.Dh1+ mit der Idee auf h7 matt zu setzen. Nach dem überraschenden 2. ... Lh3 3.Dxh3+ Dh6 kann Schwarz den Mattangriff abwehren und verbleibt mit einer Mehrqualität.

Schlussfolgerungen

Die beiden Beispiele zeigen einen Zusammenhang zwischen Spielstärke und motiv­theoretischem Wissen.

Das erste Turmopfer 1.Txc6 (Zerstörung der Königsstellung) wird ebenso wie das zweite 1.Th8+ (Hineinziehung) häufiger gefunden als die Züge 1. ... Df6 (Doppelangriff) und 1. ... Lh3 (Räumung).

Sich Gedanken über Schachtraining zu machen ist Erfolg versprechender als einfach drauflos zu trainieren.

Ich würde die Züge 1.Txc6 und 1.Th8+ aus motivtheoretischer Sicht auch nicht als falsch bezeichnen, sondern als unzutreffend. Minimale Stellungsveränderungen wie etwa wBauer auf a3 statt auf a2 im ersten und zusätzlicher sBauer auf g4 im zweiten Diagramm und schon wären die Turmzüge gewinnbringend.

Wer 1.Txc6 gespielt hat und beim zweiten Beispiel deshalb richtig lag, weil er nach dem Studium der Lösung des ersten Beispiels diesmal auf eine Überraschung vorbereitet war, kann bereits auf eine erste positive Trainingserfahrung zurückblicken.

Warum ist Taktik so wichtig?

Weil Taktik uns ständig begleitet. Taktik wird Teil des Spiels, sobald Figuren aufeinander Wirkung ausüben und bleibt es solange Matt theoretisch noch möglich ist.

Vorstellungsvermögen spielt beim Rechnen eine wesentliche Rolle und ist einer der leistungsbestimmenden Faktoren im Schach.

Schon nach den drei Eröffnungszügen 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Sf6 bedroht der Lc4 den nur durch den König gedeckten Punkt f7, während die Springer auf f3 und f6 die Zentrumsbauern e4 und e5 im Visier haben. Schwarz muss auch mit dem Zug 4.Sg5 rechnen, wonach die taktischen Komplikationen einen ersten Höhepunkt erreichen würden.

Allein daran sieht man, welche Bedeutung Taktik bereits unmittelbar nach Spielbeginn hat.

Ein einziger Fehler kann entscheidend sein

Es gibt Sportarten bei denen lange Konzentration gefordert ist. Ein Match im Tennis etwa kann mehrere Stunden dauern, aber ein einzelner Fehler hat insgesamt geringes Gewicht. Dann gibt es Sportarten, bei denen ein einzelner Fehler großes Gewicht hat, beim Schifahren zum Beispiel, weshalb extreme Konzentration erforderlich ist, allerdings nur für kurze Zeit.

Pausen gibt es während einer Turnierpartie leider keine. Konzentrationsfähigkeit ist deshalb äußerst wichtig und ebenfalls einer der leistungsbestimmenden Faktoren im Schach.

Schach ist eine Mischung aus beidem. Die Partien können lange dauern und jeder taktische Fehler kann sofort entscheidend sein.

Zu kompliziert? Unlösbar?
Fast immer sieht es nur so aus!

Ob ein Beispiel, das tatsächlich ja auch immer eine reale Situation in einer Partie sein könnte, als schwierig empfunden wird, hängt sehr vom motivtheoretischen Wissen ab.

Beispiele und Partien lassen sich beim Online-Training mühelos speichern und bei Bedarf bequem abrufen.

Motivtheoretisches Wissen lässt sich hervorragend trainieren.

Zum Abschluss des Taktikthemas eine "Decision-Aufgabe"

Kaum ein Sprichwort ist so zutreffend für Schach wie "Wer die Wahl hat, hat die Qual." Jeder Zug ist eine Entscheidung mit weitreichenden Konsequenzen und will wohlüberlegt aber dennoch relativ rasch getroffen werden.

Bei sogenannten "Decision-Aufgaben" geht es darum zu entscheiden, welcher der angebotenen Züge der bessere ist.

  • Weiß am Zug
    Schachdiagramm für Schachtraining mit dem Trainingsthema Decision Aufgabe mit Grundlinienmatt.
    Beispiel 3

    Auffällig ist die durch das Fehlen des Fianchettoläufers geschwächte schwarze Königsstellung. Der letzte Zug Df6 holt die Dame zur Verteidigung heran und zielt auf die gegnerische Grundlinienschwäche.

    Wie soll Weiß seinen Angriff nun fortsetzen?
    Mit a) 1.h4 oder b) 1.Ld4?

  • Lösung
    Schachdiagramm für Schachtraining mit dem Trainingsthema Decision Aufgabe mit Grundlinienmatt.








    Mit a) 1.h4. Der König hat dann ein Luftloch und es droht 2.Ld4.

    Das naheliegende 1.Ld4 deckt zwar die Mattdrohung auf a1 und auch die Dame auf f6 kann nicht wegziehen, Schwarz kontert aber mit 1. ... g5, wodurch die Dame auf h6 angegriffen wird und gleichzeitig Tc1 matt droht: 0-1.

Methodik
Vom Einfachen zum Schwierigen

Ein wichtiges methodisches Prinzip ist "Vom Einfachen zum Schwierigen". Um komplexere Stellungen richtig beurteilen zu können, sind grundlegende Kenntnisse unerlässlich.

Es macht Sinn Stellungen zu kennen, die man mit einem einzigen Blick richtig beurteilen kann ("Wissen"). An diesen Stellungen kann man sich orientieren und so rasch zu einer fehlerfreien Einschätzung der Lage kommen.

Ebenso notwendig ist aber auch das Verstehen der in diesen Stellungen zum Ziel führenden Verfahren ("Werkzeuge").

Je mehr solcher Stellungen und Verfahren man kennt, desto wahrscheinlicher ist es, knifflige Situationen gut zu meistern.

Positionelle Bilder und strategische Motivtheorie

Besonders einprägsame Situationen mit überwiegend positionellem Charakter, in denen ein bestimmtes strategisches Motiv verwirklicht wird, nennt man "Positionelles Bild".

Positionelle Bilder sind Musterbeispiele strategischer Motivtheorie und erleichtern die Stellungsbeurteilung und Planfindung in der Praxis enorm.

Diese strategischen Motive kann man ebenso trainieren wie taktische. Weil die Lösung von strategischen Beispielen in der Regel nicht zu Matt, Damengewinn oder Mehrfigur führt, werden strategische Entscheidungen oft zu Unrecht als wenig Spiel entscheidend wahrgenommen.

Positionelle Bilder kann man sich wegen ihrer Auffälligkeit leicht einprägen.

Praxisnahes Training

Erfahrungsgemäß ist Zeit ein wichtiger Faktor im Trainingsalltag. Je weniger Zeit vorhanden ist, desto notwendiger ist ein optimales Zeit- und Qualitätsmanagement beim Trainieren.

Wohlüberlegte zusätzliche Angaben zu Beispielen, etwa über den Ausgang der Partie, über Motive oder Pläne können im praktischen Training hilfreich sein und je nach Trainingsgebiet, Spielstärke und Wissensstand ganz individuell variiert werden.

Spezielle Trainingsthemen

Spezialtraining mit verschiedensten Aufgabenstellungen kann ganz gezielt zur Verbesserung des eigenen Spiels eingesetzt werden.

Es gibt nichts, was man nicht trainieren kann. Erfolgreiches Training ist aber eng verbunden mit der richtigen Auswahl der Trainingsinhalte.

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